Coach sein
Noch eine Zusammenfassung meiner Sicht vom Selbstverständnis des Coach-sein:
Frage: Zu mir kommt ein Klient(in) und bittet mich um Hilfe für ein Problem, daß er/sie hat. Damit ist festgelegt (aus meiner Sicht) – du bist nicht ok.
Nein – nicht unbedingt aus deiner Sicht – sondern aus seiner.
Wenn du als Coach trotzdem davon ausgehen kannst, dass er ok ist – auch, wenns er selbst nicht glaubt – dann hast du viel mehr Möglichkeiten, ihm beim Wiederfinden seiner Kompetenzen zu helfen.
Es gibt ein einfaches Mittel fest zu stellen, ob du als Retter oder als Begleiter agierst. Frag dich, wem eine Lösung wichtiger ist – deinem Klienten oder dir – in ersterem Fall ist die Wahrscheinlichkeit, dass du begleitest wesentlich höher als im zweiteren Fall.
Wenn es dir ein elementares Bedürfnis ist, deine Klienten zu retten, bist du höchstwahrscheinlich in der dramatischen Retterposition – oder auch, wenn du nicht mit ansehen kannst, wie irgend wer, den du gar nicht wirklich kennst und der dich auch nicht um Hilfe gebeten hat, freiwillig gegen eine metaphorische Wand rennt.
Ich nehm da jetzt einfach eine Grundannahme aus dem NLP als Antwort
Jeder Mensch hat alles, was er braucht bereits in sich.
Wenn ich von diesem Grundsatz ausgehe, ist mein Klient auch automatisch ok, wie er grad ist – aus meiner Sicht des Coach aus betrachtet – und ich brauch nur mehr das aus ihm „heraus kitzeln“, was er bisher halt – manchmal recht tief – vergraben hatte.
Es ist ein Umdenken in meinem Selbstverständnis als Coach – oder auch als Trainers – wenn ich meinen Schülern unterstelle, dass sie sowieso zu blöd für alles sind, werden sie mir das beweisen – und wenn ich ihnen unterstelle, dass sie Genies sind, werden sie mir das auch beweisen.
Da gibts einige Studien dazu mit Einstein – hab sie jetzt nicht detailliert zur Hand, kannst aber auch mal mit einer einfachen Phantasiereise ausprobieren. Menschen werden getestet – Intelligenztest oder sowas ähnliches.
Danach gibt es eine geführte Meditation, wo sie sich vorstellen, dass sie Einstein begegnen und der ihnen erklärt, wenn sie seinen Kopf aufsetzen würden, dann würden sie auch seine Intelligenz verwenden können – und das tun sie dann auch in dieser Phantasiereise – und dann gibts nochmals einen Intelligenztest.
Oder als anderes Beispiel – jegliche Art von Doppelblindversuchen – warum müssen die Doppelblind sein? Weil verhindert werden soll, dass die Vermutung des Testleisters auf das Ergebnis abstrahlt.
Wenn ich also als Coach davon ausgehe, dass meinklient alle Möglichkeiten zur Lösung seines Problems bereits in sich trägt (ok ist), es nur halt grad nicht bewusst wahrnehmen kann, dann kann ich ihm viel leichter dabei unterstützen, relativ rasch seine Lösung zu finden – und brauch mir auch selbst nicht unnötig den Kopf zerbrechen, wie ich ihn helfen kann – weil ich ja auch ok bin – und somit auch immer den richtigen Weg einschlagen kann.
Womit wir bei The-Secret-pur sind
![]()
Noch keine Kommentare.
